Ukrainische Flüchtlingskinder kommen in die Schule

An manchen Schulen soll es Willkommensklassen für Kinder aus der Ukraine geben.

Foto: dpa

Zehntausende Kinder aus der Ukraine sind vor dem Krieg geflohen. Jetzt soll ihr Leben in Deutschland weitergehen. Dazu gehört auch, dass sie hier wieder zur Schule gehen können.

Vor einigen Wochen gingen die Kinder noch in ihren Heimatstädten im Land Ukraine zur Schule. Doch dann mussten sie vor dem Krieg flüchten. Sie sind unter anderem in Deutschland angekommen. Und natürlich sollen die Kinder bald wieder in die Schule gehen. Das ist allerdings eine Herausforderung, denn die Kinder sprechen noch kein Deutsch.

Politikerinnen und Politiker wollen die Kinder aus der Ukraine schnell integrieren, also mitmachen lassen und willkommen heißen. Die Ministerin für Bildung sagte: „Wir sind gefordert, den Menschen, die zu uns kommen, schnell Hilfe zu geben.“ Deswegen bereiten sich in vielen Bundesländern die Menschen auf die neuen Schulkinder vor. In Bayern und Nordrhein-Westfalen soll es an vielen Schulen etwa sogenannte Willkommensklassen oder Willkommensgruppen geben.

Eine große Aufgabe

In diesen Gruppen sollen die Neuen erstmal in Ruhe ankommen und wieder so etwas wie Normalität empfinden. Das ist wichtig, sagen Fachleute. Denn der Krieg hat die Kinder durcheinandergebracht. Man sagt auch: Sie sind traumatisiert. Sie haben ihr Zuhause verloren und viel Leid gesehen. Sie waren lange unterwegs und machen sich vielleicht auch Sorgen um ihre Verwandten, die noch in der Ukraine geblieben sind.

Ganz normal jeden Tag in die Schule zu gehen, kann sich da komisch anfühlen – auch wenn es etwas Schönes und sehr wichtig ist. In einigen Bundesländern wird auch überlegt, ob ukrainische Lehrkräfte oder Erzieherinnen an den Schulen arbeiten könnten. Sie könnten vor allem aushelfen, solange die Kinder noch
kein Deutsch sprechen.

Auch wenn gerade viele Menschen mit anpacken und helfen wollen: Diese Aufgabe wird nicht leicht. Eine Politikerin sagte: „Wir stellen uns darauf ein, dass wir hier eine große Herausforderung zu bewältigen haben.“ Denn jetzt sind es schon Zehntausende, die dringend Hilfe brauchen. Es könnten aber noch viel mehr werden.

Mehr Informationen zum Thema

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Veröffentlicht am 25. März 2022