Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine

Um zu zeigen, dass Deutschland die Ukraine unterstützt, wurde das Brandenburger Tor in Berlin in den Farben der ukrainischen Flagge beleuchtet.

Foto: dpa

Überall in den Nachrichten hört man gerade das schreckliche Wort Krieg. Russland hat die Ukraine angegriffen. Viele Kinder haben CHECKY! Fragen zu diesem Thema geschickt. Die meisten verstehen nicht, warum es diesen Krieg gibt. Hier liest du einige Fragen und Antworten:

Jan (6) fragt: „Wieso gibt es generell Krieg?“

Die meisten Staaten versuchen, ihre Konflikte friedlich zu lösen. Manchmal streiten zwei Staaten aber so sehr, dass einer den Streit nicht mehr friedlich, sondern mit Gewalt lösen will. Dann werden Waffen und Soldaten eingesetzt. Oft geht es dabei um Macht, um Land oder Rohstoffe, etwa Erdöl. Auch ein Konflikt zwischen religiösen Gruppen kann zu einem Krieg führen.

Leonard (8) fragt: „Warum handelt Putin so? Und darf er das?

Da gibt es verschiedene Aussagen. Der russische Präsident Wladimir Putin selbst sagt, die Ukraine habe keine gute Regierung. Seine Soldaten sollen dafür sorgen, dass die Ukraine eine neue Regierung bekommt. Die meisten anderen Länder sagen aber: Putin lügt. Die Regierung in der Ukraine wurde vom Volk gewählt. Die meisten Ländern finden: Es ist deutlich, dass Putin vor allem seine Macht und die seines Landes vergrößern will.

Auf die Frage, ob Putin so handeln darf, lautet die Antwort: Nein. Mit dem Einmarsch der russischen Soldaten in die Ukraine hat er gegen das Völkerrecht verstoßen. In solchen Vereinbarungen, die für fast alle Länder der Welt gelten, steht unter anderem: Kein Land darf einen Angriffskrieg beginnen. Streit sollte durch friedliche Mittel beigelegt werden. Gewalt darf nicht angedroht oder verwendet werden. Die Grenzen eines unabhängigen Staates dürfen nicht angetastet werden. Putin hat alle diese Regeln gebrochen.

Klara (8) fragt: „Wohin können die Menschen aus der Ukraine gehen, um in Sicherheit zu sein?“

Viele Menschen in der Ukraine haben das Land schon verlassen. Sie überqueren die Grenzen zu den Nachbarländern. Andere, die bleiben wollen oder müssen, suchen sich Orte, die sicherer sind als ihre Wohnungen. Sie gehen zum Beispiel in den Keller oder in U-Bahn-Stationen. Auf dem Land ist es im Moment in der Ukraine auch sicherer als in den großen Städten.

Paula (11) fragt: „Kann es in Deutschland auch zum Krieg kommen?“

Das ist sehr unwahrscheinlich, sagen Fachleute. Deutschland ist Mitglied der Nato. Die Nato-Länder, vor allem die USA, haben viele Waffen und sind zusammen militärisch sehr stark. Das soll andere Länder davon abschrecken, eins der Nato-Länder anzugreifen. Das hat in der Vergangenheit geklappt. Die Nato hat auch jetzt wieder gesagt, dass sie sehr stark ist und dass es niemand wagen sollte, sie anzugreifen.

Leonard (8) fragt: „Kann die russische Bevölkerung nicht etwas gegen den Krieg tun?“

Es gibt mutige Menschen in Russland, die gegen den Krieg demonstrieren, obwohl das verboten ist. Viele wurden schon festgenommen. Für die Russinnen und Russen ist es nicht leicht, etwas gegen Wladimir Putin zu unternehmen. Er bekämpft seine Gegner mit harten Mitteln. Viele Menschen in Russland sind auch nicht gut darüber informiert, was in der Ukraine geschieht. Denn die Regierung nimmt zum Beispiel Einfluss darauf, was im Fernsehen gezeigt wird.

Paula (11) fragt: „Was kann man hier in Deutschland gegen den Krieg tun?“

Du kannst zum Beispiel für Frieden demonstrieren. In den vergangenen Tagen gab es viele Demonstrationen gegen den Krieg und gegen Putin und für die Ukraine. Du kannst auch Geld spenden für die Menschen in der Ukraine, die ihr Zuhause verlassen mussten. Hilfsorganisationen kümmern sich um sie.

Mehr Informationen zum Thema

Noch mehr Informationen zum Thema „Krieg in der Ukraine“ findest du auf www.checky.news/nachrichten !

Dort liest du zum Beispiel, wie es zum Krieg in der Ukraine kommen konnte und worum es bei dem Streit mit Russland geht. Außerdem liest du, was du tun kannst, wenn schlimme Nachrichten über den Krieg dir Angst oder Sorgen machen. 

Veröffentlicht am am 28. Februar 2022